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Arbeitsplatzmatten im Vergleich

Arbeitsplatzmatten Vergleich

Arbeitsplatzmatten erleichtern das ergonomische Arbeiten an Steharbeitsplätzen. Traditionell bewegen sich Menschen, die an Steharbeitsplätzen arbeiten, eher wenig. Zudem erfolgt die Arbeit meist auf harten Böden wie Beton oder Fliesen. All dies sind keine idealen Voraussetzungen für Skelett und Muskulatur – Verspannungen, Schmerzen und sogar krankheitsbedingte Ausfälle sind die Folge. Ergonomische Arbeitsplatzmatten bieten einen flexiblen Untergrund und geben Mikroimpulse an die Muskulatur ab. Diese hält unbewusst dagegen und ist so kontinuierlich in Bewegung. Damit beugen Arbeitsplatzmatten Verspannungen, Schmerzen und vorzeitiger Ermüdung aktiv vor.

Immer mehr Arbeitgeber stehen Arbeitsplatzmatten aufgeschlossen gegenüber, führen sie doch zu angenehmeren Arbeitsbedingungen und damit zu erhöhter Mitarbeiterzufriedenheit, -gesundheit und -motivation. Arbeitsplatzmatten sind in den verschiedensten Ausführungen – beispielsweise für Trocken-, Nass- oder Schmiermittelarbeitsbereiche, für Stehpulte im Büro oder speziell für den Umgang mit elektronischen Bauteilen – erhältlich. Woran sich eine qualitativ hochwertige Arbeitsplatzmatte erkennen lässt, was bei der Auswahl zu beachten ist und wie man die optimal passende Matte für den individuellen Arbeitsplatz findet, steht hier – inklusive eines Produktvergleichs, der die Entscheidung zusätzlich unterstützt.

Arbeitsplatzmatten Vergleich für Büro und Industrie

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Unsere Empfehlung
Duronic DM-MAT1 Anti-Ermüdungsmatte
Duronic DM-MAT1 Anti-Ermüdungsmatte
Gelenkschonend mit 1 Zentimeter Dicke, das geringe Gewicht bietet den Vorteil, dass diese Matte leichter zu transportieren ist als schwerere Matten. Ideal für das Büro oder Arbeiten im trockenen Bereich ohne große Schmutzentwicklung.
Vorteile
Eigenschaften
  • Die Matte hat an der Auflagefläche Streifen, damit diese nicht verrutschen kann
  • Abgerundete Kanten sorgen für kein Stolpern
  • PU als Material bietet optimale Federeigenschaften
  • Preislich aktuell sehr günstig
ab 37,99 € (*)
Angeboten bei: Amazon
Für Nassbereich
Arbeitsplatzmatte Bubble Runner
Arbeitsplatzmatte Bubble Runner
In vielen verschiedenen Größen (14) erhältlich und sehr dünn. Mit einer Blasenstruktur, die für rutschfestes gehen sorgt. Die Matte kann leicht gereinigt und desinfiziert werden. Durch hochwertiges Naturgummi soll diese Arbeitsplatzmatte besonders langlebig sein.
Vorteile
Eigenschaften
  • 14 verschiedene Größen erhältlich
  • Noppenstruktur bietet bei nassem Boden besseren halt
  • Aus hochwertigem Naturgummi hergestellt
  • Kälteisolierend zum Boden hin
ab 34,99 € (*)
Angeboten bei: Amazon
Ergotopia® Anti-Ermüdungsmatte für Steharbeitsplätze
Ergotopia® Anti-Ermüdungsmatte für Steharbeitsplätze
Arbeitsplatzmatte speziell für Stehplätze wirkt entlastend und ist rutschfest. Bei längerem Stehen unterstützt diese Matte eine gute Körperhaltung, müde Beine, Knie und Füße sollen somit vorgebeugt werden. Mit zwei Zentimetern Dicke gibt es genügend Puffer für die Füße und einen bequemen Stand.
Vorteile
Eigenschaften
  • Unterstützt eine gute Körperhaltung
  • Füße, Knie und Beine sollen entlastet werden
  • Keine toxische Ausgasung laut Hersteller
  • Rutschfeste Unterseite bietet optimalen Komfort
ab 59,90 € (*)
Angeboten bei: Amazon
SOFT STEP Ergo
SOFT STEP Ergo
Für Trockenarbeitsplätze mit hoher Beanspruchung gedacht. Besteht zu 100% aus Vinyl, die Matte wirkt entlastend und ist rutschfest. Durch die geringe Höhe von 13mm und des guten Designs mit abgeflachten Kanten ist diese Arbeitsplatzmatte keine Stolperfalle.
Vorteile
Eigenschaften
  • Durch das gute Schwarz / Gelb Design ist diese Matte nicht zu übersehen
  • Entlastend bei längeren Arbeiten im Stehen
  • Vinylschaum mit Rautenmuster für besten Halt und Flexilibität
ab 45,24 € (*)
Angeboten bei: Amazon

Was sind Arbeitsplatzmatten?

Arbeitsplatzmatten dienen als Bodenmatten an vielen Arbeitsplätzen – vor allem an Steharbeitsplätzen. Sie haben einerseits eine erhöhte Arbeitssicherheit zum Ziel, indem sie einen rutschfesten Untergrund bieten. In diesem Falle spricht man auch von „Anti-Rutschmatten“. Zum anderen haben sie aufgrund ihrer ergonomisch weichen Beschaffenheit eine positive Auswirkung auf das Wohlbefinden bei der Arbeit. In diesem Sinne wirken sie Ermüdungserscheinungen entgegen, weshalb sie auch als „Anti-Ermüdungsmatten“ bezeichnet werden. In der Regel bestehen Arbeitsplatzmatten aus einem Vielfachen an Luftzellen in einer PVC- oder Vinyl-Umhüllung, was ihre stoßdämmende Wirkung erklärt. Diese wiederum entlastet bei länger andauernder, stehender (oder auch gehender Tätigkeit, etwa in Produktionsstraßen) Bein- wie Rückenmuskulatur wirkungsvoll. Auch der Umstand, dass die luftkammergefüllten Bodenmatten trittschall- und lärmdämmend sind, trägt zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre bei.

Für Trockenarbeitsbereiche sind auch Bodenmatten aus gerilltem Holz erhältlich, diese werden jedoch üblicherweise als „Holzroste“ oder „Holzlattenroste“ bezeichnet. Jene Bodenmatten, mit denen der Bereich des Schreibtischstuhls an einem Büroarbeitsplatz ausgelegt ist, werden üblicherweise als „Bodenschutzmatten“ bezeichnet. Sie gehören streng genommen auch zu den Arbeitsplatzmatten, da sie an Arbeitsplätzen zum Einsatz kommen, bilden jedoch eine jeweils eigene Kategorie.

Matten mit textiler Oberfläche und gummierter Innenseite, sogenannte „Teppichmatten“, wie sie oft in den Eingängen von Firmengebäuden anzutreffen sind, zählen dagegen in erster Linie zu den Schmutzfangmatten. In ihrer Funktion als „Sauberlaufmatten“ haben sie primär zum Ziel, dass von außen hereingetragener Schmutz nicht in den Innenräumen verteilt wird. Manchenorts werden mit Schmutzfangmatten aber auch Arbeitsplätze ausgekleidet. Ihnen kommt jedoch keinerlei ergonomische Wirkung zu.

Wo kommen Arbeitsmatten zum Einsatz und was zeichnet sie aus?

Arbeitsplatzmatten jedweder Art zeichnen sich durch eine rutschfeste Unterseite aus, die am Boden hält, ohne verklebt oder anderweitig fixiert werden zu müssen. Auch ihre Oberflächenstruktur sorgt, unabhängig vom verwendeten Material, für eine größtmögliche Rutschfestigkeit. Der äußere Rand von Arbeitsmatten ist generell abgeschrägt, was ein Stolpern unwahrscheinlicher macht.

In der Fabrik ...

Einfache Boden- und Werkbankmatten kommen vor allem bei Laufstraßen, an Arbeitstischen und Werkstattwägen zum Einsatz. Besonders bei der Fließbandarbeit bieten sie eine echte Erleichterung.

Arbeitsplatzmatten für die Industrie sind als leicht zuschneidbare Meterware erhältlich. Sie verhindern unbeabsichtigtes Ausrutschen und schützen empfindliche Arbeitsmaterialien, wenn sie versehentlich fallengelassen werden. Boden- und Werkbankmatten am laufenden Meter sind in verschiedenen Breiten, aber auch verschiedenen Stärken erhältlich. Oftmals bestehen diese auch als „Industriebelag“ bezeichneten Matten aus Naturgummi. Sie sind durch eine geschlossene, strukturierte Oberfläche gekennzeichnet. Naturgummi hat eine Temperaturbeständigkeit von etwa minus zwanzig bis plus achtzig Grad Celsius und kann deshalb in den unterschiedlichsten Werkbereichen zum Einsatz kommen. Das Material zeichnet sich zudem durch gute Isolationseigenschaften aus. Besteht die Arbeitsplatzmatte aus EPDM (Ethylene Propylene Diene Monomer Kautschuk), weist sie sogar eine Temperaturtoleranz von minus vierzig bis plus einhundertzwanzig Grad Celsius auf.

Boden- und Werkbankmatten werden, wie der Name bereits sagt, nicht nur auf dem Boden eingesetzt, sondern auch als Unterlage auf Arbeitstischen verwendet. Auch hier schützen sie empfindliches Werkzeug und erleichtern dem Arbeitenden die Werkzeugaufnahme im Sinne eines Anti-Rutschbelags.

Noch einfachere Modelle, die sich etwa an ihrer geringen Stärke erkennen lassen, dienen in ihrer Eigenschaft als sogenannte „Bodenschutzmatten“ schlicht dem Schutz des Fußbodens. Sie können beispielsweise aus Gummigranulat bestehen – aber auch andere schalldämpfende und rutschhemmende Materialzusammensetzungen sind möglich.

... und im Büro

Die ergonomische Wirkung von Arbeitsplatzmatten kommt nicht nur Fabrikarbeitern oder Thekenpersonal zugute – auch immer mehr Büros entdecken sie für sich. Schließlich gilt Sitzen als das neue Rauchen, weshalb Stehpulte zunehmend Einzug in die Bürowelt halten. Spezielle, auf den Steharbeitsplatz im Büro zugeschnittene Arbeitsplatzmatten sorgen – ähnlich, wie die bislang bekannten Stuhlauflagen – für eine sanfte Mobilisierung: Da sie einen flexiblen Untergrund bieten, der stets aufs Neue ausbalanciert werden muss, trainieren sie auch die kleinsten Muskeln. Das Ergebnis: Verspannungen können sich lösen bzw. entstehen erst gar nicht, das Wohlbefinden im Büro steigt.

Auch die positiven gesundheitlichen Auswirkungen sind zahlreich. Zu ihnen gehören nicht nur die Entspannung des Rückens und das Schonen der Gelenke – Stehpultmatten können zudem die Körperhaltung verbessern, Stabilität und Koordination es Körpers trainieren, Bein- und Fußmuskulatur stärken sowie die Fußsohlen entlasten. Darüber hinaus sollen sie Müdigkeit vorbeugen bzw. bestehende Müdigkeit abbauen und sogar die Denkleistung erhöhen. Dies gelingt durch eine elastisch-federnde Struktur, welche die Beinmuskulatur zu einer feinen, jedoch permanenten Aktivität anregt. Kommt die Büroarbeitsplatzmatte an einem höhenverstellbaren Schreibtisch zum Einsatz, wird am selben Tisch abwechselnd gestanden und gesessen. Die Steharbeitsplatzmatte muss in diesem Falle also groß und fest genug sein, um vom Bürostuhl befahren zu werden. Herkömmliche Bodenschutzmatten, die den Fußboden vor Rollen schützen, haben am Steharbeitsplatz keine ergonomische Wirkung. Wer eine Steh-/Sitz-Arbeitsplatzkombination hat, setzt also lieber auf eine extragroße und -feste Anti-Ermüdungsmatte – oder nimmt in Kauf, eine kleinere Stehpultmatte immer dann wieder beiseite zu räumen, wenn er am Tisch sitzen möchte.

Neben Fabrik und Büro kommen Arbeitsplatzmatten in weiteren Bereichen zum Einsatz. Etwa in Bäckereien und Metzgereien, in Rezeptionen verschiedenster Art, in der Gastronomie oder in Krankenhäusern. Letztere sollten nicht nur über eine anti-mikrobielle Zusatzausstattung verfügen, sondern idealerweise auch autoklavierbar sein. Unter Autoklavieren versteht man eine Form der Dampfsterilisation. Sie gilt als eines der zuverlässigsten Sterilisationsverfahren.

Wozu werden Arbeitsplatzmatten benötigt?

Soll eine Arbeitsplatzmatte in erster Linie Muskeln, Gelenke und Wirbelsäule entlasten, spricht man auch von einer „Ergo-Matte“. Ihr spezielles Oberflächenprofil regt zuverlässig die Durchblutung in Beinen und Füßen sowie im unteren Rückenbereich an, denn es erzwingt gewissermaßen eine muskuläre Reaktion. Dennoch bietet eine Arbeitsplatzmatte einen sicheren Untergrund für die Standfestigkeit und hat mit einer „Wackelmatte“, wie sie aus dem Reha-Sportbereich bekannt ist, wenig gemein.

Noch wichtiger ist die Standfestigkeit in Produktionsberufen. Hier dienen Arbeitsplatzmatten auch der ergonomischen Entlastung der Arbeitenden – ihnen kommen aber auch noch zusätzliche Aufgaben zu, beispielsweise jene des Materialschutzes und der Arbeitssicherheit. In der Fabrik unterscheidet man Matten nach ihrer Funktion für nasse, trockene oder ölige Arbeitsplätze. Zu den Trockenarbeitsplätzen zählen beispielsweise trockene Montagearbeitsplätze, aber auch Verpackungs- und Kontrollarbeitsplätze.

Bei Nassarbeitsplätzen sind die Matten zusätzlich mit extrem starken Saugnäpfen bzw. -knöpfen an der Unterseite ausgestattet. Diese haften fest am Boden und sorgen für große Sicherheit in rutschigen Umgebungen. Gegen Bakterienwachstum und Schimmelbildung kann die Arbeitsplatzmatte zudem mit einem antimikrobiellen Zusatzstoff behandelt worden sein. Auch Drainage-Löcher oder erhöhte Rippen sind ein Merkmal von Arbeitsplatzmatten für den feuchten Bereich.

Benötigt man eine Arbeitsplatzmatte für einen öligen Arbeitsplatz, muss durch die Materialzusammensetzung sichergestellt werden, dass sie gegen das verwendete Öl beständig ist. So etwa haben EPDM-Matten in der Regel eine schlechte Toleranz gegen eine kontinuierliche Exposition mit Mineralölen; bei Pflanzenölen entscheidet die Expositionslänge und die Zusammensetzung des Öls. Nitrilgummi dagegen ist resistent gegen Öl, weshalb es in diesem Bereich das Material der Wahl ist. Auch andere Gummimischungen, die vom Hersteller explizit für Schmierstoff-Arbeitsplätze ausgewiesen sind, kommen in Frage.

Vor allem aber kommt es bei öligen, fettigen und schmierigen Arbeitsplätzen, wie sie beispielsweise in der Lebensmittelindustrie anzutreffen sind, darauf an, ein Ausrutschen zu verhindern. Darüber hinaus gelten für den Lebensmittelbereich noch die Anforderungen der Lebensmittelechtheit. Eine Arbeitsplatzmatte muss hier gegen Feuchtigkeit, Alkohole, Säuren, Basen, Öle und Fette beständig sein. Bei Schmierstoffarbeitsplätzen in der Industrie dagegen müssen Anti-Rutschmatten lediglich über besonders rutschhemmende Eigenschaften verfügen. Neben Ölbeständigkeit und extra starker Rutschhemmung sollte eine Arbeitsplatzmatte für den öligen Arbeitsplatz mit einer flammhemmenden Oberfläche versehen sein.

Wenn es auf antistatischen Eigenschaften ankommt, kann zusätzlich zur antistatischen Bodenmatte noch eine ESD-Matte aus Naturkautschuk als robuste Tischauflage verwendet werden. Auf elektrotechnischen Arbeitsplätzen bietet eine ableitende ESD-Matte, auch als „Antistatik-Matte“ bekannt, in Kombination mit Erdungsstecker, Erdungskabel und ESD-Armband zuverlässigen Schutz vor Schäden durch plötzliche Entladung. Beim Umgang mit elektronischen Bauteilen sorgt sie für eine kontrollierte Entladung. ESD-Matten gelten als abriebfest und hitzebeständig bis plus 400 Grad Celsius. Zudem sind sie Lötzinn beständig und unempfindlich gegen Wasser, Alkaline, Öle und milde Säuren.

Universalmatten aus PVC mit ergonomischer Funktion eignen sich praktisch für jede Umgebung, da sie durch einen PolyNit-Mantel resistent gegen viele Öle und Chemikalien sind. Innen dagegen sorgt geschäumtes PVC für die Entlastung von Muskeln und Skelett, während eine Diamant-Oberfläche extra Gripp für einen sicheren Stand bietet.

Woran erkennt man hochwertige Arbeitsplatzmatten und worauf ist bei der Auswahl generell zu achten?

Hochwertige Arbeitsplatzmatten fordern den Muskel-Skelett-Apparat heraus und bieten ergonomischen Komfort, ohne bei der Standfestigkeit Kompromisse einzugehen. Dies gelingt ihnen durch die Kombination einer weichen, flexiblen Innenlebens – etwa aus 100% Vinylschaum – und einer besonderen Oberflächenstruktur. Diese geben an der Oberseite Halt, während sie an der Unterseite für maximale Rutschfestigkeit sorgen. Die Oberfläche muss so beschaffen sein, dass sie Schritte und Bewegungen in alle Richtungen erlaubt und den Arbeitenden nicht wie auf Schienen führt. Also lieber auf gleichmäßig angeordnete Noppen als auf Längsrillen setzen! Noppen eignen sich auch ideal für häufige Drehbewegungen um 180°. Beliebt sind auch Noppen mit Rautenprofil, etwa auf Naturgummimatten, die aufgrund ihrer natürlich elastischen Eigenschaften Bewegungsenergie absorbierend wirken und dadurch langes Stehen komfortabler machen. Naturgummi hält zudem zuverlässig unangenehme Bodenkälte fern.

Aufgrund ihrer speziellen Struktur haftet eine Arbeitsplatzmatte am Boden, ohne zusätzlich fixiert werden zu müssen. Ideal ist es, wenn darüber hinaus ein hohes Eigengewicht dafür Sorge trägt, dass die Matte nicht von selbst verrutschen kann. Zu beachten ist: Je größer die Matte, desto mehr wiegt sie. Soll sie oft bewegt werden – zum Beispiel für häufiges Reinigen –, ist dieser Faktor zu bedenken.

Die Rutschfestigkeit wird nach DIN 51130 geprüft – ein entsprechendes Prüfsiegel ist von Vorteil. Die Rutschhemmung dagegen wird als R-Wert angegeben. Die passende Arbeitsplatzmatte muss – plus/minus eins – den gleichen R-Wert haben wie der Fußboden. Die vorgeschriebenen R-Werte finden sich in der ASI 4.40 („Unfall sichere Gestaltung von Fußböden“).

Je nach Einsatzgebiet verfügen Arbeitsplatzmatten über zusätzliche Qualitätsmerkmale. Für besondere Beanspruchung bieten sich beispielsweise extra-verschleißfeste Deckschichten an, die sogar befahren werden können, beispielsweise von einem Produktionsstuhl oder einem Transportwagen. Bodenarbeitsmatten sollten immer über abgeschrägte Ränder verfügen. Hierdurch wird das Stolperrisiko vermindert, denn eine Abschrägung rollt sich nicht ungewollt auf. Hochwertige Produkte sind allseitig maschinell abgeschrägt und zusätzlich versiegelt, sodass sie keine offenporigen Schnittkanten aufweisen. Bei dunklen Matten können zusätzlich zur Abschrägung gelbe Warnstreifen an den Rändern angebracht sein, um die Stolpergefahr zusätzlich zur ein optisches Signal zu minimieren. Wenn möglich, sollte die Farbe der Matte aus diesem Grund auch in einer möglichst großen Kontrastfarbe zum Fußboden gewählt werden.

Wird die Matte nicht am laufenden Meter verlegt, um etwa eine Produktionsstraße sicher begehbar zu machen, beträgt die Bewegungsfläche, die ein Arbeitsplatz bieten muss, mindestens 1,00 mal 1,50 Meter. Die Matte kann kleiner sein als die Bewegungsfläche, wenn die Gefährdungsbeurteilung des individuellen Arbeitsplatzes ergibt, dass ein Schritt rück- oder seitwärts ohne Stolpergefahr möglich ist. Jeder Hersteller hat seine eigenen Standardmaße, auf Wunsch werden Arbeitsplatzmatten auch als Sondergrößen gefertigt. Soll die Matte autoklavierbar sein, muss die Orientierung an der Größe des Autoklaven erfolgen.

Soll die Arbeitsplatzmatte als Arbeitstischauflage dienen, ist auf eine reflektionsarme Oberfläche zu achten, die das ermüdungsfreie Arbeiten fördert. Ist die Matte dem Tageslicht ausgesetzt, beispielsweise im Büro, sollte sie über eine gewisse UV-Beständigkeit verfügen.

Da Arbeitsplatzmatten in unmittelbarer Nähe des Menschen Einsatz finden, ist aus gesundheitlichen Gründen darauf zu achten, dass sie frei von Silikonen und Schwermetallen sind. Auch auf Toxine wie DEHP oder Klebstoffe sowie Zusatzstoffe wie Halogene sollte verzichtet werden, damit eine schädliche Ausgasung unterbunden wird. Hochwertige Arbeitsplatzmatten sind auf Schadstoffe geprüft.

Fazit: Die Anforderungen an eine Arbeitsplatzmatte sind so individuell wie die Arbeitsplätze selbst. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Hersteller um eine Materialprobe bitten. So kann ein direkter Vergleich vorgenommen werden.

Fragen und Antworten zu Arbeitsplatzmatten im Vergleich Dezember 2022

Wie finde ich die für mich passende Arbeitsplatzmatte?

Je nach Arbeitsplatz muss eine Arbeitsplatzmatte verschiedene Anforderungen erfüllen. Soll die Matte in der Produktion oder im Büro eingesetzt werden, in der Fertigung von elektronischen Teilen, in der Lebensmittelindustrie oder im Pflegebereich? Hier kommt es darauf an, dass die Matte resistent gegen jene Stoffe ist, denen sie am individuellen Arbeitsplatz ausgesetzt ist. Auch ihre Zusatz-Eigenschaften (Extra-Rutschfestigkeit, Drainage-Löcher, Anti-Statik, Anti-Reflektion, Schweißfunkenbeständigkeit etc.) sind arbeitsplatzabhängig. Gemeinsam sollte allen Arbeitsplatzmatten sein, dass sie die Arbeitssicherheit erhöhen, ergonomisch den Muskel-Skelett-Apparat entlasten, empfindliche Werkzeuge schützen sowie keine toxischen Ausgasungen absondern. Geruchs- und Allergenfreiheit ist ebenfalls von Vorteil, ebenso optische Auffälligkeit. Die Maße der Matte sowie die Mattenstärke richten sich ebenfalls nach dem individuellen Arbeitsplatz. Als Faustformel gilt: Je höher die Belastung, desto dicker die Matte. Manche Arbeitsplatzmatten müssen sogar befahrbar sein – hier kommen extrafeste Deckschichten zum Einsatz. Bei der Online-Suche ist es hilfreich, den Einsatzbereich der Matte in die Suche zu integrieren. Also nicht einfach nach „Arbeitsplatzmatte“ zu suchen, sondern nach „Arbeitsplatzmatte Büro“ oder „Arbeitsplatzmatte antistatisch“. Die Suche lässt sich noch weiter verfeinern, indem Begriffe wie „genoppt“, „Meterware“, industriell waschbar“ etc. hinzugefügt werden.


Aus welchem Material sollte meine Arbeitsplatzmatte sein?

Wieder kommt es auf das individuelle Einsatzgebiet der Arbeitsplatzmatte an. Schaumstoff ist ergonomisch, Gummi natürlich (und oft auch lebensmittelecht), PVC universal einsetzbar, EPDM temperaturbeständig und so fort. Auch die Beschichtung folgt dem Zweck. Soll die Matte extra-belastbar für industrielle Beanspruchung, eventuell sogar befahrbar sein? Dann bietet sich Nitril-Butadien-Kautschuk (engl. Nitrile Butadiene Rubber, kurz NBR) an. Dieses Material ist mit Transportgeräten, Hubwagen und Nachschubfahrzeugen befahrbar sowie beständig gegen Kühlschmiermittel und viele weitere Chemikalien. Wem es auf besondere Rutschfestigkeit ankommt, wirft lieber einen Blick auf die Oberflächenverarbeitung: Eine speziell angeraute Oberfläche macht die Matte trittsicher, für Rutschfestigkeit auch bei Nässe sorgen eine Noppenstruktur oben sowie Drainagekanäle an der Unterseite. NBR dämpft und wirkt kälteisolierend. Sollte die Noppenstruktur allerdings zu ausgeprägt sein, wird von einer Befahrung mit leichten Materialwägen abgeraten. Hier eignen sich flache Oberflächenstrukturen. Zum optimal geeigneten Material führt wieder die Suche über den Einsatzbereich. Wer etwa nach „Arbeitsplatzmatte, industriell waschbar“ sucht, wird zur Bodenmatte aus Nitrit-Mischschaum geführt. Dieser lässt sich mit Hochdruckreinigern säubern. Generell gibt die sogenannte HACCP-Konformität die Beständigkeit gegenüber Reinigungstemperatur und Desinfektionsmitteln an.


Welche Arbeitsplatzmatte eignet sich fürs Büro?

Wenn es nicht um den reinen Bodenschutz durch Schreibtischstuhlrollen geht, wo zumeist transparente Bodenmatten aus PVC zum Einsatz kommen, setzen Matten für Steharbeitsplätze mit statischen Positionen und wenig Bewegung, also für höhenverstellbare Schreibtische oder Stehpulte, oftmals auf gummierten Schaumstoff. Dieser verfügt dank Rückprall des Schaums über einen sogenannten „Bounce-Effekt“, der im Körper einen automatischen Balance-Akt in Gang setzt. Durch die konstante Mikrobewegung wird die Durchblutung angeregt, die Körperhaltung verbessert sich, Müdigkeit und Haltungsschäden wird vorgebeugt. Auch Materialien wie PU-Schaum aus Polyurethan weisen die drei Eigenschaften auf, nach denen bei einer Büroarbeitsplatzmatte gesucht werden sollte: ergonomisch, entlastend, rutschfest. PU-Schaum ist nicht nur langlebig, sondern auch recyclebar und damit umweltfreundlich. Eine Stärke von ungefähr zwei Zentimetern unterscheidet diese Matten grundsätzlich von jenen, die in industriellen Fertigungsstraßen als Meterware verlegt werden. Eine weitere Besonderheit der Anti-Ermüdungsmatte für Steharbeitsplätze im Büro ist, dass sie bei nahezu jeder Art von privatem Schuhwerk rutschhemmend wirken muss. In der Produktion werden dagegen in der Regel spezielle Arbeitsschuhe oder sogar Sicherheitsschuhe getragen. Die Oberseite einer Anti-Ermüdungsmatte für Steharbeitsplätze im Büro harmoniert zumeist mit einer neutralen bis eleganten Büroeinrichtung, etwa, indem sie eine Lederoptik aufweist.


Welche Arbeitsplatzmatten eigenen sich für hygienisch sensible Bereiche?

Ärzt:innen und Krankenpfleger:innen haben einen Knochenjob, zu dem auch langes Stehen gehört. Waren gelenkentlastende Bodenmatten früher ausschließlich Industriearbeiter:innen vorbehalten, halten sie jetzt vermehrt Einzug in den Gesundheitsbereich, denn gerade im Operationssaal gehört langes Stehen zur Tagesordnung. Für besonders hygienesensible Bereiche wie etwa den OP haben Hersteller nun auch antibakterielle, antimikrobielle und schimmelresistente Antiermüdungsmatten im Angebot. Deren geschlossene Oberflächenzellstruktur verhindert nicht nur das Eindringen von Flüssigkeiten, sondern auch von Schmutzpartikeln in das Material, das aus einem Gelschaumstoff besteht. Somit können diese Matten mit denselben Mitteln gereinigt werden, welche auch sonst im OP zum Einsatz kommen. Anti-Ermüdungsmatten für das medizinische Personal sind meistens in einem kräftigen Orangeton gehalten, damit sie nicht übersehen werden können. Oft werden sie in Kombination mit passenden Hockern angeboten, damit kleinere Personen auf Augenhöhe mit größeren zusammenarbeiten können. Um eine Matte im medizinischen Bereich verwenden zu können, muss eine Zulassung für den Hygienebereich vorliegen. Matten aus entsprechendem Material können auch in anderen Reinräumen zum Einsatz gelangen, etwa in der Pharmazie, in der Lebensmittelherstellung, im Lebensmitteleinzelhandel, im Gastgewerbe oder beim Catering.


Meine Matte ist angekommen, was muss ich vor dem ersten Gebrauch beachten?

Eine neue Arbeitsplatzmatte sollte nach dem Auspacken bei normaler Raumtemperatur etwa vierundzwanzig Stunden lang flach am Boden liegen gelassen werden, damit sie sich vom Versand entspannen kann. Hiernach kann sie an ihren Bestimmungsort verbracht werden und ist sofort einsatzbereit.


Wie reinige ich meine Arbeitsplatzmatte?

Hier kommt es auf den Grad der Verschmutzung an. Da Arbeitsplatzmatten resistent gegen Wasser und Chemikalien wie Reinigungsmittel sind, können sie im Regelfalle genau so gereinigt werden wie der Rest des Fußbodens. Bei stärkerer Verschmutzung – und wenn der Rest des Bodens üblicherweise per Hochdruckreiniger gesäubert wird – ist darauf zu achten, dass die Matte industriell zu reinigen ist. Für den sensiblen medizinischen Bereich gibt es spezielle Matten, deren Oberfläche das Eindringen von Schmutz und Keinem verunmöglicht. Diese können so gereinigt werden wie der Rest des medizinischen Bereichs, in dem sie zum Einsatz kommen. Beim Einsatz in sterilen Räumen kann die Reinigung mit dem Autoklaven erforderlich sein. Hier ist die Größe zu beachten, da in der Regel nur eine maximale Mattengröße von 60 mal 90 Zentimeter autoklaviert werden kann.


Wer bezahlt meine Arbeitsplatzmatte?

Arbeitsplatzmatten in der Industrie gehören im Regelfalle in den Bereich der Arbeitssicherheit und sind somit Arbeitgebersache. Sollte etwa ein Fließbandarbeitsplatz jedoch nicht mit einer Arbeitsplatzmatte ausgestattet sein, kann der Arbeitgeber darum gebeten werden, eine zu stellen – oder zumindest die Erlaubnis zu geben, eine eigene zu verwenden. Im Büro werden Arbeitsplatzmatten ähnlich gehandhabt wie andere ergonomische Hilfsmittel, etwa ergonomische Ballenauflagen (Mousepads), spezielle Computermäuse zur Entlastung der Hand- und Fingergelenke oder Arbeitsstuhlkissen, die – ähnlich wie eine Anti-Ermüdungsmatte – Mikroimpulse zum bewegten Sitzen geben. Hier kommt es einzig darauf an, was bei Ihnen im Büro Usus bzw. erlaubt ist. Da immer mehr Arbeitgeber daran interessiert sind, dass sich ihre Belegschaft so wohl wie möglich fühlt, hat der Arbeitnehmer in Sachen Kostenübernahme durch den Arbeitgeber jedoch gute Chancen. Noch besser ist es, wenn er mit einer ärztlichen Empfehlung kommt, die die rücken freundliche (Um-)Gestaltung des Arbeitsplatzes indiziert. Die Kosten für Arbeitsplatzmatten werden nach aktuellem Stand nicht von den Krankenkassen übernommen – doch auch hier werden Verträge immer individueller und lassen oft Spielraum für persönliche, gesundheitsbezogene Wünsche. Einfach nachfragen, denn die Kosten für Krankheitstage wegen Rückenschmerzen und anderer arbeitsbedingter orthopädischer Leiden sind für die Krankenkasse schlussendlich höher.


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Letzte Aktualisierung: 11/24/2022
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